Fachdienst Sanitätsdienst: Unterschied zwischen den Versionen

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• Differenzierung der Orientiertheit
 
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==== POST ====
 
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Person
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P Person
Ort
+
 
Situation
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O Ort
Time (Zeit)
+
 
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S Situation
 +
 
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T Time (Zeit)
 
==== Glasgow-Coma-Scale ====
 
==== Glasgow-Coma-Scale ====
Augen öffnen
+
{| class="wikitable"
Spontan 4
+
|Augen öffnen
Auf Aufforderung 3
+
|
Auf Schmerzreiz 2
+
|-
Keine 1
+
|Spontan
Beste verbale Reaktion
+
|4
Konversationsfähig, orientiert 5
+
|-
Konversationsfähig, desorientiert 4
+
|Auf Aufforderung
Inadäquate Äußerung 3
+
|3
Unverständliche Laute 2
+
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Keine 1
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|Auf Schmerzreiz
Beste motorische Reaktion
+
|2
Auf Aufforderung 6
+
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Auf Schmerzreit
+
|Keine
  Gezielt
+
|1
  Ungezielt Beugeabwehr
+
|-
  Beugesynergismen
+
|Beste verbale Reaktion
  Streckersynergismen
+
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|Konversationsfähig, orientiert
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|Konversationsfähig, desorientiert
 +
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|Inadäquate Äußerung
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|3
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|Unverständliche Laute
 +
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|Keine
 +
|1
 +
|-
 +
|Beste motorische Reaktion
 +
|
 +
|-
 +
|Auf Aufforderung
 +
|6
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|Auf Schmerzreit
 +
 
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  Gezielt
 +
 
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  Ungezielt Beugeabwehr
 +
 
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  Beugesynergismen
 +
 
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  Streckersynergismen
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5
 
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Summe:         Punkte
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=== D-Maßnahmen===
 
=== D-Maßnahmen===
 
• Differenzialdiagnostisch: BZ bestimmen
 
• Differenzialdiagnostisch: BZ bestimmen
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• Anamnese: Zeitpunkt des Symptombeginnes!!!
 
• Anamnese: Zeitpunkt des Symptombeginnes!!!
 +
 
• Zugang vorbereiten
 
• Zugang vorbereiten
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• Transport in eine Klinik mit Stroke Unit
 
• Transport in eine Klinik mit Stroke Unit
 
=== E „Exposure“ ===
 
=== E „Exposure“ ===
 
• Pat. völlig entkleiden (soweit notwendig)
 
• Pat. völlig entkleiden (soweit notwendig)
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• Extremitäten
 
• Extremitäten
 
• Wärmeerhalt
 
• Wärmeerhalt
 
 
 
== Norm- und Richtwerte ==
 
== Norm- und Richtwerte ==
Erwachsene
+
Erwachsene  
Normen und Werte können je nach zugrunde gelegter Literatur Abweichungen aufweisen.  
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Normen und Werte können je nach zugrunde gelegter Literatur Abweichungen aufweisen.  
 
+
{| class="wikitable"
 +
|Atmung
 +
|
 +
|-
 +
|Atemfrequenz
 +
|12 Atemzüge pro Minute
 +
|-
 +
|Atemzugvolumen
 +
|8-10ml pro Kilogramm
  
 +
damit 500-800ml
 +
|-
 +
|Atemminutenvolumen
 +
|= Atemfrequenz x Atemminutenvolumen =ca.  6-9,5l
 +
|-
 +
|Sättigung (SpO2)
 +
|≥ 94%
 +
|-
 +
|Kreislauf
 +
|
 +
|-
 +
|Puls
 +
|Regelmäßig, kräftig
 +
|-
 +
|Herzfrequenz
 +
|60-80 Schläge pro Minute
 +
|-
 +
|Schlagvolumen
 +
|70ml
 +
|-
 +
|Herzmintenvolumen
 +
|=Herzfrequenz x Schlagvolumen = ca. 4,9l
 +
|-
 +
|Blutdruck
 +
|Systole 100-140mmHg
  
Atmung
 
Atemfrequenz 12 Atemzüge pro Minute
 
Atemzugvolumen
 
8-10ml pro Kilogramm
 
damit 500-800ml
 
Atemminutenvolumen = Atemfrequenz x Atemminutenvolumen =ca. 6-9,5l
 
Sättigung (SpO2) ≥ 94%
 
Kreislauf
 
Puls Regelmäßig, kräftig
 
Herzfrequenz 60-80 Schläge pro Minute
 
Schlagvolumen 70ml
 
Herzmintenvolumen =Herzfrequenz x Schlagvolumen = ca. 4,9l
 
Blutdruck Systole 100-140mmHg
 
 
Diastole 65-90mmHg
 
Diastole 65-90mmHg
Haut Trocken, warm, rosig
+
|-
Rekapillarisierungszeit 1-2 Sek.
+
|Haut
Weitere
+
|Trocken, warm, rosig
Blutzucker 60-140mg/dl
+
|-
Temperatur Ca. 37°C (Körperkerntemperatur)
+
|Rekapillarisierungszeit
 +
|1-2 Sek.
 +
|-
 +
|Weitere
 +
|
 +
|-
 +
|Blutzucker
 +
|60-140mg/dl
 +
|-
 +
|Temperatur
 +
|Ca. 37°C (Körperkerntemperatur)
 +
|}

Version vom 24. April 2021, 12:06 Uhr

Einschätzung von Patienten

• Beurteilung des Einsatzortes • Prüfen des Bewusstseins • ABC(DE)-Schema => Transportentscheidung • Zweituntersuchung • Anamnese

ABC(DE)-Schema

Zwei Grundsätze werden bei der Patienteneinschätzung berücksichtigt: „Treat first, what kills first“ (Behandle, was als erstes tötet)

“Treat as you go” (Behandle während Du untersuchst)

A „Airway“ (Atemwege) B „Beathing“ (Beatmung) C “Ciruclation” (Kreislauf) D “Disability” (neurologisches Defizit) E “Environment” (Umfeld, Extremitäten)

A „Airway“

A-Problem

• Schnarchendes Atemgeräusch (Weichteilverlegung) • Pfeifendes Atemgeräusch bei der Einatmung (Verengung der oberen Atemwege) • Gurgel während der Atmung (Flüssigkeitsansammlung in Mund und/oder Rachen) • Fehlendes Atemgeräusch (vollständige Verlegung der Atemwege)

A-Maßnahmen

• Freimachen der Atemwege: o Kopf nackenwärts beugen (Reklination) o Esmarch-Handgriff (bei V.a. HWS-Verletzung) o Mund ausräumen/Absaugen • Freihalten der Atemwege: o Oropharyngealtubus (nach Guedel) o Nasopharyngealtubus (nach Wendel) o Larynxtubus o Endotracheale Intubation (Regelkompetenz durch den Notarzt)

B „Breathing“

B-Beurteilung

• Ist Atmung vorhanden? • Wie ist die Atemfrequenz? • Bewegt sich der Brustkorb ausreichend und gelichmäßig? • Wird die Atemhilfsmuskulatur mit eingesetzt? • Gibt es begleitende Atemgeräusche? • Spricht der Pat. ganze Sätze ohne Unterbrechung? • Gibt der Pat. subjektive Atemnot an?

B-Maßnahmen

• Oberkörperhochlagerung • Beengende Kleidung entfernen • Ggf. Sauerstoffgeben • Lagern unter einbeziehen der Atemhilfsmuskulatur • Ggf. assistiert oder kontrolliert beatmen

C „Circulation“

C-Beurteilung

• Radialispuls (Handgelenk) vorhanden? • Carotispuls (Hals) vorhanden? • Pulsfrequenz: schnell oder langsam? • Pulsqualität: flach tastbar oder gut tastbar? • Ist der Puls rhythmisch oder arrhythmisch?

C-Maßnahmen

• Bei nicht vorhandenem Puls am Hals oder Unsicherheit: Reanimation beginnen • Beruhigen, Betreuen • Venösen Zugang vorbreiten (für die Infusionstherapie und Medikamentengabe) • Lagerung • Blutung stillen  

D „Disability“

D-Beurteilung

• Neurologischer Status o Gesichtmuskelschwäche („Grimasse“ schneiden lassen) o Absinken im Halteversuch (Armhalteversuch) o Sprachdefizit (Satz nachsprechen) • Auswertung: Wenn sich bei einer dieser Kriterien ein auffälliger Befund ergibt ist die Schlaganfallwahrscheinlichkeit bei 72%

(CincinatiPrehospital Stroke Scale)

• Differenzierung der Orientiertheit

POST

P Person

O Ort

S Situation

T Time (Zeit)

Glasgow-Coma-Scale

Augen öffnen
Spontan 4
Auf Aufforderung 3
Auf Schmerzreiz 2
Keine 1
Beste verbale Reaktion
Konversationsfähig, orientiert 5
Konversationsfähig, desorientiert 4
Inadäquate Äußerung 3
Unverständliche Laute 2
Keine 1
Beste motorische Reaktion
Auf Aufforderung 6
Auf Schmerzreit

  Gezielt

  Ungezielt Beugeabwehr

  Beugesynergismen

  Streckersynergismen


5

4

3

2

Keine 1
Summe:         Punkte

D-Maßnahmen

• Differenzialdiagnostisch: BZ bestimmen

• Anamnese: Zeitpunkt des Symptombeginnes!!!

• Zugang vorbereiten

• Transport in eine Klinik mit Stroke Unit

E „Exposure“

• Pat. völlig entkleiden (soweit notwendig)

• Extremitäten • Wärmeerhalt  

Norm- und Richtwerte

Erwachsene Normen und Werte können je nach zugrunde gelegter Literatur Abweichungen aufweisen.

Atmung
Atemfrequenz 12 Atemzüge pro Minute
Atemzugvolumen 8-10ml pro Kilogramm

damit 500-800ml

Atemminutenvolumen = Atemfrequenz x Atemminutenvolumen =ca. 6-9,5l
Sättigung (SpO2) ≥ 94%
Kreislauf
Puls Regelmäßig, kräftig
Herzfrequenz 60-80 Schläge pro Minute
Schlagvolumen 70ml
Herzmintenvolumen =Herzfrequenz x Schlagvolumen = ca. 4,9l
Blutdruck Systole 100-140mmHg

Diastole 65-90mmHg

Haut Trocken, warm, rosig
Rekapillarisierungszeit 1-2 Sek.
Weitere
Blutzucker 60-140mg/dl
Temperatur Ca. 37°C (Körperkerntemperatur)