Patiententransport-Zug 10 NRW

Aus Wissensdatenbank DRK Duesseldorf e.V.
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Alarmiert durch die Leitstelle Düsseldorf.

Es handelt sich um ein Stichwort des Katastrophenschutzes für die überörtliche Hilfe.

Für die Einsatzkräfte wird gemäß BHKG die Freistellung von der Arbeit unter Fortgewährung der Bezüge sichergestellt. Ob haupt- oder ehrenamtliche Einsatzkräfte auf den Fahrzeugen eingesetzt werden, entscheidet die jeweilige Organisation. Zu beachten ist dabei, dass hauptamtliche Beschäftigte der Organisationen dies während ihrer Arbeitszeit tun. Eine Freistellung unter Fortgewährung der Bezüge kommt in diesem Fall nicht zum Tragen.

Mögliche Aufträge für die Einheit

PT-Z 10 werden angefordert, wenn eine Einsatzlage eine Vielzahl von Krankentransporten erkennbar macht, die durch die Rettungsmittel im eigenen Zuständigkeitsbereich oder durch angeforderte Sofortunterstützungskräfte aus Nachbar-Gebietskörperschaften nicht mehr zeitgerecht bearbeitet werden können. Die Transportkapazität der Einheit liegt bei 8 bis 12 Patienten, die entweder liegend oder sitzend transportiert werden müssen.

Bei Planlagen sind es häufig Kampfmittelfunde, bei denen nicht gehfähige Betroffene aus dem Evakuierungsbereich heraus und anschließend wieder hinein transportiert werden müssen. Hierbei kann der PT-Z 10 geschlossen oder aufgelöst in Einzelfahrzeuge zum Einsatz kommen:

Ein geschlossener Einsatz bietet sich immer dann an, wenn an einer Stelle mehrere Betroffene oder verletzte Personen aufgenommen werden müssen. Dies ist immer dann der Fall, wenn Bewohner von Senioreneinrichtungen oder Patienten aus Krankenhäusern evakuiert werden müssen.

Sollten aufgrund der Bevölkerungsstruktur viele alte Menschen in dem zu evakuierenden Bereich wohnen, wird der PT-Z 10 aufgelöst und die Einzelfahrzeuge werden einer Transportdisposition, z.B. der örtlichen Leitstelle oder einer dafür vorgesehenen Abschnitts-Befehlsstelle unterstellt.

Alarmierung

Die Einheit wird aus Komponenten aller vier Hilfsorganisationen zusammengestellt.

Die ELZ alarmiert den B-Dienst HiOrg und die B-Dienste der 4 Hilfsorganisationen über das Telefonalarmierungsystem. Nach Möglichkeit soll jede Organisation 1 RTW und 1 KTW stellen. Aufgrund der Anforderungen an die rettungsdienstliche Qualifikation der Einsatzkräfte sind die Rettungsdienstleitungen der Organisationen einzubinden.

Einsatzmittel

Die Führungskomponente stellt die Organisation, die zuvor den B-Dienst HiOrg gestellt hat.

Einsatzmittel
Bild Einsatzmittel Besatzung Funkrufname
  Führungsfahrzeug

KdoW, ELW 1

1/0/1/2 PTZ Düsseldorf Führer
Notarzt 1 2/0/0/2
  RTW 0/2/2 PTZ Düsseldorf RTW 1
  RTW 0/2/2 PTZ Düsseldorf RTW 2
  RTW 0/2/2 PTZ Düsseldorf RTW 3
  RTW 0/2/2 PTZ Düsseldorf RTW 4
  KTW 0/2/2 PTZ Düsseldorf KTW 1
  KTW 0/2/2 PTZ Düsseldorf KTW 2
  KTW 0/2/2 PTZ Düsseldorf KTW 3
  KTW 0/2/2 PTZ Düsseldorf KTW 4

1 ob Notärzte gestellt werden müssen, ist bei der Erfassung des Einsatzauftrages zwingend nachzufragen. Bei Planlagen werden in der Regel keine Notärzte benötigt. Generell sollte darauf hingearbeitet werden, dass die Notärzte durch den Träger des Rettungsdienstes und nicht durch die Hilfsorganisationen gestellt werden.

Sofern Notärzte gestellt werden, werden sie in der Regel auf dem RTW 3 und RTW 4 eingesetzt. Die Rufnamen der Fahrzeuge ändern sich dadurch auf "PTZ Düsseldorf NAW 1" und "PTZ Düsseldorf NAW 2"

Kennzeichnung der Einsatzfahrzeuge

Die Einsatzfahrzeuge werden durch den Einheitsführer mit Rufnamenschildern ausgestattet.

Als Rufnamen im Einsatz werden "PTZ Düsseldorf KTW 1" und folgende, sowie "PTZ Düsseldorf RTW" und folgende genutzt, um eine schnelle und einfache Funkabwicklung sicherzustellen. Auf dem Formular "Einheitsübersicht" ist die Zuweisung der Rufnamen zum Fahrzeug zu dokumentieren.

Bei einer Fahrt im geschlossenen Verband werden die Fahrzeuge einheitlich mit Flaggen gekennzeichnet. Alle Fahrzeuge führen eine blaue Flagge, das letzte Fahrzeug des Verbandes führt eine grüne Flagge.

Sammelraum

Den Sammelraum für die Zusammenstellung der Einheit legt der diensthabende B-Dienst HiOrg fest.

Dabei kann das Ziel eine Rolle spielen (Nord/Süd), aber auch die Verfügbarkeit der Fläche und Infrastruktur. Dem DRK Einsatzzentrum Erkrather Str. ist dabei der Vorzug zu geben. Aufstellfläche, WC, Aufenthaltsmöglichkeiten und eine Warm-/Kaltgetränke – Versorgung sind hier immer sichergestellt.

Aufgaben des Einheitsführeres PT-Z 10 NRW

  • Zusammenstellen der Einheit
  • Heranführen der Einheit an den Bereitstellungsraum der anfordernden Kommune
  • ggf. Führungsaufgaben innerhalb des Einsatzes nach Zuweisung durch den Einsatzleiter vor Ort
  • ggf. Versorgungsaufgaben der eigenen Einsatzkräfte. Der Einheitsführer achtet darauf, dass eine Versorgung seiner Einsatzkräfte durch die anfordernde Kommune sichergestellt ist. Sofern dies nicht gewährleistet ist, kümmert er sich selbstständig um die Versorgung seiner Einsatzkräfte.
  • ggf. Personalaustausch mit der ELZ regeln
  • Zurückführen der Einheit nach Düsseldorf